Eifersucht & Trennungsangst.

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Trennungs-Angst & Eifersucht, liebe ich ihn oder nicht?

Ich habe Angst und bin eifersüchtig, ist das Liebe oder nicht?

Hallo, ich hab da ein riesiges Problem. Ich bin homosexuell und schon seit ca 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen, weiß aber nicht ob ich ihn liebe. Bin zwar immer eifersüchtig und Gefühle sind auch da, doch sie kommen und gehen. Ich habe keine Ahnung, verstehe mich selber nicht. Ich bin aber trotzdem eifersüchtig und habe tierische Angst, was sein wird, wenn er nicht mehr da ist. Was er macht, ob er jemand Neues hat. Das alles hindert mich daran, Schluss zu machen. Mir geht es echt schlecht, doch ich weiß nicht wie ich das beenden soll ohne unterzugehen. Helft mir bitte!
gesendet von: Toto90 (12-09)

Einseitige Liebe erzeugt oft Eifersucht und Verlustängste.

Eifersucht entsteht aus Besitzwunsch, wer liebt muß nicht besitzen.

Hallo Toto90! Ich habe die Erfahrung gemacht, daß einseitige Liebe oder pure Begierde und Besitzwunsch Eifersucht erzeugt. Wenn jemand bsw. einen Mann oder eine Frau liebt, aber innerlich spürt, daß die Liebe nicht erwidert wird, entsteht das Gefühl der Eifersucht. Der verschmähte Liebende glaubt, ein Nebenbuhler oder eine Nebenbuhlerin wäre für das nicht erwiderte Liebesgefühl verantwortlich. Aber in den meisten Fällen passt die Beziehung einfach nicht und das Paar sollte sich besser trennen. Je früher, je besser. Oft ist der oder die vermeintlich Liebende nicht in der Lage, die eigenen Gefühle richtig zu interpretieren. Hinter den vermeintlichen Liebesgefühlen stecken nur bloße Begierde nach Sex und Zuneigung. Das erklärt die extremen Gefühlsschwankungen zwischen den Wunsch nach Trennung und Verlustängsten sowie Trennungsängste auf der anderen Seite. Wer liebt will nicht besitzen. Es gibt da eine sehr passende Metapher. Wenn du ein süß zwitscherndes Vögelchen wirklich liebst, mußt du es frei fliegen lassen. Wenn es im Besitz seiner Freiheit zurück kommt, liebt es auch dich. Trift sehr passend für die Menschen zu. Oft trennen sich Ehepaare, wenn sie eine gewisse Unabhängigkeit erreicht haben, einander nicht mehr benötigen.
gesendet von: Miriam (12-09)

Ich bin hetero, aber ich denke, die Gewühlswelt in einer heterosexuellen Beziehung unterscheidet sich nicht sonderlich von der euren. Mir ging es ähnlich, ich war in eine Frau total verliebt, aber auch von Mißtrauen und Eifersucht innerlich zerfressen. Getrennt, wieder zusammen. Wenig später wieder Trennungsgedanken. Das macht einen kaputt. Ich konnte nicht mehr richtig essen, habe schlecht geschlafen und war launisch und unausgeglichen. Irgend wann hatte ich die Nase voll und habe mich von der Frau dauerhaft getrennt. Ich habe fast ein Jahr gebraucht um wieder klar denken zu können. Heute weiß ich, meine Ex hat mich nicht geliebt. Die Beziehung hatte keinerlei Chancen, war von irgend welchen Zweckgedanken zusammen gehalten. Im Gefühl der Liebe konnte ich das nicht realisieren. Liebende schönen, ignorieren und verdrängen Realität und Tatsachen. Erst mit viel zeitlichen und emotionalen Abstand wird der Blick klar für die Realität. Die Trennung war der richtige Schritt aus dieser verzweifelten aussichtslose Lage. Die Liebe zu dieser Frau ist ungebrochen, aber ich werde nie wieder mit ihr zusammen kommen. Ich meide künftig solch selbstzerstörerischen Beziehungen. Körperliches und seelisches Wohlbefinden gehen vor. Die Zweisamkeit sollte das Wohlbefinden verstärken und nicht kaputt machen.
Toto90, ich weiß nicht ob dir meine Erfahrungen helfen können. Aber ich kann dir mit den wenigen Infos keine besseren, konkreten Ratschläge für deine Beziehung geben.
gesendet von: Ricardo (12-09)